Bevölkerung
7.399.071 (1996 geschätzt)
Gesamtfläche
98.938km²


Recife, die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Pernambuco, ist eine Hafenstadt in der Nähe der nordöstlichsten Spitze Südamerikas und bildete einst das Zentrum der niederländischen Kolonien. Recife, die eine der größten Städte in Brasilien ist, wird durch Wasserstraßen in verschiedene Bezirke unterteilt.
Portugiesische und holländische Kolonisatoren prägten Pernambuco, den relativ dicht besiedelten, östlichsten Teil Südamerikas, nachhaltig - einerseits zum Sklavenhandel und Zuckerrohrplantagen, andererseits aber auch durch europäische Kultur. Obstanbau, Viehzucht, Fischfang und der Tourismus an der Küste bilden weitere wirtschaftliche Stützen dieses 98.000km² grossen Bundesstaates. Die Wirtschaft des Bundesstaates wird noch vom Zuckerrohr beherrscht, der dafür sorgt, dass der Industriestandort Recife nach Bahia der zweitgrösste im Nordosten ist.
Recife, die Hauptstadt mit etwa 1.346.045 Einwohnern, ist bedeutendster Handelshafen in der Region Nordeste. Sie gilt seit langem als Haupteintrittstor in den Nordosten Brasiliens, erst in letzter Zeit machen Fortaleza und Salvador erfolgreich Konkurrenz. Sie liegt über drei Inseln verteilt inmitten der Flüsse Beberibe und Capibaribe. Wenngleich die Stadt der 39 Brücken und 50 Kanälen mit dem verliehenen Beinamen "Venedig Brasiliens" stark übertrieben scheint, so strahlt es doch viel Persönlichkeit aus. Recifes anziehende Seite hängt mit seinem Lebensrhythmus zusammen, was einen letztendlich doch in den Bann dieser Millionenstadt schlägt.

Olinda, die einstige Hauptstadt Pernambucos, liegt nur 7km nördlich von Recife. Sie wird, neben Ouro Preto, als eines der "Schmuckkästchen Brasiliens" benannt. Dank seines Grüngürtels und vor allem Dank der UNESCO, welche die Stadt zum "Kulturerbe der Menschheit" erklärte.
Fernando de Noronha, ist ein Archipel von 21 Inseln mit 26km², dessen grösste mit 17km², die einzig bewohnte Insel ist. Sie liegt nur eine Flugstunde von Natal oder eineinhalb von Recife entfernt. Die Insel entstand vor über 10 Millionen Jahren durch einen Vulkanausbruch, der unter Wasser noch eine Tiefe von 4.000m erreicht.
Bis im Jahre 1989, als Fernando de Noronha nach Pernambuco eingegliedert worden ist, war sie ein militärischer Vorposten und für Touristen nicht zugänglich. Die 1.749 Inselbewohner stammen fast alle von Soldaten und Gefangenen ab aus der Zeit, als das Eiland eine Besserungsanstalt und während des 2.Weltkriegs ein Gefängnis war.