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Recife,
die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Pernambuco,
ist eine Hafenstadt in der Nähe der nordöstlichsten
Spitze Südamerikas und bildete einst das Zentrum der
niederländischen Kolonien. Recife, die eine der größten
Städte in Brasilien ist, wird durch Wasserstraßen
in verschiedene Bezirke unterteilt.
Portugiesische und holländische Kolonisatoren prägten
Pernambuco, den relativ dicht besiedelten, östlichsten
Teil Südamerikas, nachhaltig - einerseits zum Sklavenhandel
und Zuckerrohrplantagen, andererseits aber auch durch europäische
Kultur. Obstanbau, Viehzucht, Fischfang und der Tourismus
an der Küste bilden weitere wirtschaftliche Stützen
dieses 98.000km² grossen Bundesstaates. Die Wirtschaft
des Bundesstaates wird noch vom Zuckerrohr beherrscht, der
dafür sorgt, dass der Industriestandort Recife nach
Bahia der zweitgrösste im Nordosten ist.
Recife, die Hauptstadt mit etwa 1.346.045 Einwohnern, ist
bedeutendster Handelshafen in der Region Nordeste. Sie gilt
seit langem als Haupteintrittstor in den Nordosten Brasiliens,
erst in letzter Zeit machen Fortaleza und Salvador erfolgreich
Konkurrenz. Sie liegt über drei Inseln verteilt inmitten
der Flüsse Beberibe und Capibaribe. Wenngleich die
Stadt der 39 Brücken und 50 Kanälen mit dem verliehenen
Beinamen "Venedig Brasiliens" stark übertrieben
scheint, so strahlt es doch viel Persönlichkeit aus.
Recifes anziehende Seite hängt mit seinem Lebensrhythmus
zusammen, was einen letztendlich doch in den Bann dieser
Millionenstadt schlägt.
Olinda,
die einstige Hauptstadt Pernambucos, liegt nur 7km nördlich
von Recife. Sie wird, neben Ouro Preto, als eines der "Schmuckkästchen
Brasiliens" benannt. Dank seines Grüngürtels
und vor allem Dank der UNESCO, welche die Stadt zum "Kulturerbe
der Menschheit" erklärte.
Fernando de Noronha,
ist ein Archipel von 21 Inseln mit 26km², dessen grösste
mit 17km², die einzig bewohnte Insel ist. Sie liegt
nur eine Flugstunde von Natal oder eineinhalb von Recife
entfernt. Die Insel entstand vor über 10 Millionen
Jahren durch einen Vulkanausbruch, der unter Wasser noch
eine Tiefe von 4.000m erreicht.
Bis im Jahre 1989, als Fernando de Noronha nach Pernambuco
eingegliedert worden ist, war sie ein militärischer
Vorposten und für Touristen nicht zugänglich.
Die 1.749 Inselbewohner stammen fast alle von Soldaten und
Gefangenen ab aus der Zeit, als das Eiland eine Besserungsanstalt
und während des 2.Weltkriegs ein Gefängnis war.
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